Alex Ruff: „Die Medienbranche ist schnelllebig“
Ob Online-Abrechnungssyteme oder Mediadienstleistungen – Alex Ruff, Gründer und CEO von mediahouse, kann dank seiner verschiedenen Firmen einzelne Individualservices oder aber ein komplettes Rundumpaket für Webmaster anbieten, was vor allem von internationalen Kunden sehr geschätzt wird. Doch was treibt einen Briten nach Deutschland und befähigt ihn zu solch einer Erfolgsgeschichte? AWB hat sich mit Alex Ruff darüber unterhalten.

Alex Ruff
Herr Ruff, wie sind Sie als gebürtiger Brite eigentlich nach Deutschland gekommen?
Meine Mutter kommt aus Bayern, daher habe ich immer auch eine starke Verbindung zu Deutschland gehabt. Nach meiner Schulzeit in England habe ich mich entschieden, auch Deutschland kennenzulernen. Ich schätze vieles am Leben und der Arbeitsauffassung hier. Mein kultureller Hintergrund bleibt aber britisch. Vielleicht ist es gerade diese Mischung, die uns in den letzten Jahren so viel Erfolg gebracht hat.
Was haben Sie gemacht, bevor Sie 1993 Mediatouch gegründet haben?
Ich bin 1986 nach Deutschland gekommen und habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Anschließend war ich in einigen sehr unterschiedlichen Bereichen tätig, um dann als Anzeigenberater für englischsprachige Kunden bei „Der Heiße Draht“ zu landen. Nachdem mich immer mehr Kunden gefragt haben, ob ich neben den hauseigenen Publikationen nicht noch weitere Titel buchen könne, habe ich mich entschieden, mit Mediatouch eine eigene Werbeagentur zu gründen. Schnell kamen die ersten Mitarbeiter hinzu, Buchungen wurden in mehreren Medien und Ländern durchgeführt. In den Folgejahren wurden dann die weiteren Firmen gegründet.
Woher kam die Idee zu mediahouse mit seinen unterschiedlichen Geschäftszweigen?
Die im mediahouse vereinten Unternehmen können als einzelne Module verstanden werden, um alle Teile einer Wertschöpfungskette abzubilden. Unseren Kunden steht ein Einzelbereich wie die Online-Abrechnungssysteme von attag oder die Mediadienstleistung von Mediatouch zur Verfügung. Insbesondere ausländische Kunden benötigen häufig eine komplette Infrastruktur und können diese von uns bekommen.
Was fasziniert Sie an der Medienbranche?
Die Medienbranche ist schnelllebig, kreativ und international und entspricht damit genau meinem Charakter. Ich mag das schnelle Umsetzen von Ideen in technische Lösungen und die umgehende Bewerbung in den Medien. Somit lässt sich der Erfolg einer Idee sehr schnell messen und ein neues Geschäftsfeld erschließen.
Wie ist Ihre persönliche Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage im Hinblick auf Werbung und Medien? Ist die Kehrtwende der Krise erreicht?
Wie ich höre, befinden sich einige Unternehmen immer noch im Überlebenskampf. Wer nicht ausreichend Reserven gebildet oder sich entsprechend verschlankt hat, wird sicher auch in der nächsten Zeit noch in Turbulenzen geraten können. Ich glaube allerdings auch, dass es jetzt gegen Herbst viele neue Aktivitäten gibt. Die Stimmung wird allgemein besser, nachdem der Sommer sehr ruhig verlaufen ist. Für uns war immer ein wichtiger Parameter für die Stimmung in der Branche, wie viele ausländische Kunden auf den deutschen Markt drängen und da ist jetzt wieder viel Bewegung entstanden. Ich glaube, wir können jetzt alle langsam wieder optimistischer in die Zukunft blicken.
Welche Ideen wollen Sie in Zukunft umsetzen?
Ich freue mich, wenn unsere neuen Print-Titel sich erfolgreich am Markt etablieren, insbesondere, weil wir eine ganz neue Verzahnung von normaler Publikation und Partnerunternehmen planen, um unsere Titel auch im Online-Bereich einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus werden wir mit phabvision ins Bewegbild-Geschäft einsteigen und spannende Formate mit interaktiven Elementen anbieten. Natürlich werden wir auch auf die Infrastruktur von Primetel für alle neuen Werbeaktionen zurückgreifen. Attag wird sich zukünftig noch internationaler ausrichten und die Bereiche mobiles Internet und Social Networking noch stärker verschmelzen.
Was machen Sie, um sich von der Arbeit abzulenken? Haben Sie Hobbys?
Im Sommer bin ich leidenschaftlicher Motorradfahrer, für den Winter habe ich den Skisport für mich entdeckt. Ich gehe gerne auch mit Freunden aus und genieße das das Nachtleben …nicht nur von Hannover. Natürlich fahre ich auch immer wieder gern nach England, um Familie und Freunde zu treffen.
Das letzte Wort haben Sie. Gibt es etwas, dass Sie unseren Lesern sagen möchten?
Bleiben Sie immer in Bewegung, seien Sie innovativ und setzen Sie Ihre Ideen leidenschaftlich und zielsicher um.



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